Studie: Weiterbildung per Tablet und Smartphone bei Personalentscheidern hoch im Kurs

Studie: Weiterbildung per Tablet und Smartphone - papagei.com Magazin

Die Zukunft bei der berufsbegleitenden Qualifizierung von Arbeitnehmern gehört modernen Lernmethoden wie dem mobilen Lernen und dem Videolearning.

Das ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2014“ von TNS Infratest.  

Berufliche Weiterbildung findet heute zu einem großen Teil auf tragbaren Endgeräten wie Tablet-PC und Smartphone statt. Für Human-Resources-Manager (HR-Manager) spielen mobile Lerntechnologien eine immer wichtigere Rolle: 85 Prozent der Personalentscheider halten sie für „wichtig bis äußerst wichtig“. In großen Unternehmen sind es sogar 92 Prozent, so die von der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) bei TNS Infratest in Auftrag gegeben Studie „Weiterbildungstrends in Deutschland 2014“. 2011 hatten erst 77 Prozent der Personaler dem mobilen Lernen eine solch große Bedeutung zugewiesen.

Lernvideos auf der Überholspur

Die Vorteile: Mobile Lernlösungen ermöglichen „eine zeit- und ortsunabhängige Weiterbildung und geben Spielraum für die eigenverantwortliche Nutzung“, so Harald Stürmer, Fachbereichsleiter Informatik und Innovationsmanagement bei der SGD. „Dies motiviert und führt zu raschen Lernergebnissen“.

Erstmals wurde bei der aktuellen Ausgabe der Studie auch nach der Wichtigkeit von Lernvideos gefragt. Ergebnis: Videolearning befindet sich – gemeinsam mit Lernen per MP3s – „auf der Überholspur“. 75 Prozent der befragten Personalverantwortlichen halten diese modernen Lernmittel für wichtig bis äußerst wichtig. Die Erklärung dafür liefert wiederum Harald Stürmer von der SGD: „Viele Menschen lernen leichter, wenn sie komplexe Sachverhalte in Ton oder auch in einem Zusammenspiel aus Film, Grafik und Ton erklärt bekommen.“
 
Weitere Ergebnisse der Studie, die unter 301 Personalentscheidern in deutschen Unternehmen durchgeführt wurde:
 

  • 86 Prozent der HR-Manager halten Fernunterricht für eine geeignete Form der berufsbegleitenden Weiterbildung. Das ist ein Plus von 18 Prozent gegenüber der ersten Umfrage aus dem Jahr 2009. In mittleren und großen Firmen sind sogar 90 Prozent der Personaler Fans vom Fernstudium.
  • Eigeninitiative steht bei Chefs hoch im Kurs. Für 87 Prozent der Personalverantwortlichen ist das Weiterbildungsengagement der Mitarbeiter bei der Eröffnung von Karrierechancen wichtig bis äußerst wichtig. Für 85 Prozent gilt dies auch bezüglich des Arbeitsplatzerhalts und für 77 Prozent bei der Einstellung neuer Mitarbeiter.

Baustein für den Unternehmenserfolg  

Warum Eigeninitiative bei Personalentscheidern so hoch im Kurs steht, erläutert SGD-Geschäftsführerin Brigitta Vochazer: „Die Unternehmen stehen tagtäglich vor neuen Anforderungen – bedingt durch Technologiewandel, Wettbewerbsdruck und bei vielen auch durch die Globalisierung. Mitarbeiter, die sich aus eigenem Antrieb für ihren Job und ihre Branche fit halten oder sich für neue Aufgaben qualifizieren, leisten einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg.“

Egal, ob man nun seine Fremdsprachenkenntnisse verbessern oder sich anderweitig fortbilden möchte: Die Chancen, dass der Arbeitgeber die gewünschte Maßnahme unterstützt, stehen 2014 gut: 76 Prozent der HR-Manger gehen von steigenden oder zumindest gleichbleibenden Weiterbildungsbudgets aus.

Und mit jeder Weiterbildung erhöhen sich dann auch die persönlichen Karrierechancen…

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